Kaltblutpferde
Die Renaissance der sanften Riesen
Als Kaltblutpferde werden verschiedene Pferderassen bezeichnet, die sich besonders durch einen massiven Körperbau, den starken Behang und ihr ruhiges Temperament auszeichnen. Typische Vertreter dieser Art sind Shire Horses, Belgier, Schwarzwälder und Rheinisch-Deutsche Kaltblutpferde. Der Begriff “Kaltblut” rührt weder von einem besonders kaltblütigen Charakter, oder einer niedrigen Körpertemperatur, sondern einzig und allein von dem entspannten und ausgeglichenen Wesen dieser Pferde.
Geschichte des Kaltblutpferds
Als ältester Vorfahre des Kaltblutpferds gilt das Waldpferd, welches im Eiszeitalter lebte und im Zuge der Vereisung der Erdoberfläche neue Lebensräume erschließen musste. Das Waldpferd passte sich den veränderten klimatischen Bedingungen an und entwickelte ein dichtes und langes Winterfell mit starkem Fesselbehang und einem robusten und massiven Körperbau mit deutlich breiteren Hufen.
Der Mensch machte sich die Stärke, Genügsamkeit, Ausdauer und Sanftmut des Kaltblutpferdes zu Nutze, um es zu schweren Arbeiten in der Landwirtschaft einzusetzen. Die sanften Riesen werden zum Teil noch heute als Rückepferde in der Forstwirtschaft geschätzt, wo sie mit ihrer Zugkraft große Holzstämme aus den Wäldern ziehen.
Das Kaltblutpferd in der Gegenwart
Heutzutage wird das Kaltblupferd weniger als Arbeitstier und mehr als Freizeitpferd gesehen. Einige Brauereien leisten sich noch größere Gespanne für Werbezwecke. Mit ihrer imposanten Erscheinung, sie erreichen bis zu 1200 kg Körpergewicht, begeistern sie bei entsprechenden Veranstaltungen das Publikum. Die urwüchsige Kraft gepaart mit einem gutmütigen Charakter, hat dem Kaltblutpferd in den letzten Jahren eine Renaissance beschert. Die Zahl der “dicken Pferde” steigt wieder kontinuierlich an. Mit ihren dicken, weichen Nasen und ihrem großen Bedürfnis nach Streicheleinheiten haben sie sich einen festen Platz in den Herzen ihrer Halter erobert.

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